Wie alles begann


In the memory of Hulda, in whose eyes hid a whole universe

Sobald Sie ein öffentliches Tierheim in Rumänien betreten, wird dies ihr Leben komplett verändern. Nichts wird mehr so sein, wie es vorher gewesen ist. Nach diesem Besuch werden Sie begreifen, was Hilflosigkeit, Verzweiflung und Leid bedeuten.
So ist es auch mir widerfahren. Im Jahre 2010 verschwand in meiner Stadt 'Rosiorii de Vede' plötzlich eine Straßenhündin, um die ich mich täglich gekümmert hatte. Eine Woche später erfuhr ich durch meine Mitmenschen, dass so genannte 'Hundefänger' wöchentlich Hunde auf den Straßen einfingen, um diese kastrieren und im Anschluss wieder frei zu lassen. Mir war nicht bewusst, dass die Hundefänger unterwegs waren, um die eingefangenen Hunde in ein öffentliches Tierheim zu bringen und sie dort ihrem Schicksal zu überlassen. Ich wusste nicht einmal, was der Beruf Hundefänger bedeutete, oder dass ein solches Tierheim in unserer Stadt existierte, geschweige denn, wo sich dieses befand. Ich war besorgt und fing an zu zweifeln. Ich stellte all die Geschichten, die mir erzählt wurden, in Frage, denn meine vermisste Hündin tauchte nicht wieder auf. Also begann ich intensiver nach ihr zu suchen.

Eines Tages fand ich diesen furchtbaren Ort, ein Ort des Grauens. Ich stand fassungslos vor eine Art Lager, in dem ich bereits verstorbene, oder sehr schwache, leidende Hunde sah, zusammengefercht in winzigen Boxen, ohne Wasser und ohne Nahrung. Ich sah die Verzweiflung in ihren Augen. Dieser Anblick bohrte sich tief in mein Herz, ein Anblick, den ich niemals wieder vergessen werde. In einer Ecke entdeckte ich meine Hündin, schwach, ausgehungert, verzweifelt, ängstlich und mit einer Verletzung am Kopf und Nackenbereich. Ich holte sie dort raus und nahm sie mit nach Hause. Diese Hündin - meine Rita, so intelligent und sanftmütig - ist bis zum heutigen Tage meine treue Begleiterin. Ihren Kopf hält sie seither schief. Was die Hundefänger ihr angetan haben, kann sie mir nicht erzählen. Ich bin dankbar, dass sie diese Hölle überlebt hat, dankbar, dass ich sie rechtzeitig dort finden konnte.
Als ich mich von diesem Schock erholt hatte, schrieb ich Beschwerdebriefe an die Behörden in Rumänien und Notrufe an nahezu alle Tierschutzorganisationen, die ich im Internet finden konnte. Daraufhin wurde das öffentliche Tierheim für kurze Zeit geschlossen. Was aus all den Hunden geworden ist, die in diesem Tierheim untergebracht waren, habe ich niemals in Erfahrung bringen können.
Die Situation in der Stadt wurde unerträglich. Die Hunde vermehrten sich erheblich und die meisten von ihnen starben elendig an Hunger, Krankheiten, wurden von Autos angefahren und überfahren, oder sie starben anderweitig durch Menschenhand.

Im Jahr 2011 verschwand erneut einer der Hunde, die ich täglich umsorgte. Nach langer Suche, wurde mir bewusst, dass er sich womöglich im öffentlichen Tierheim befinden könnte, welches vor einiger Zeit geschlossen wurde! Dieses Mal habe ich das Tierheim kaum betreten. Mein Hund war nicht dort, aber wiederholt sah ich unzählige verzweifelte Hunde, die hungrig, durstig, krank, verletzt waren.. Es war dasselbe grausame Bild, wie bei der ersten Eröffnung des Tierheims etwa ein Jahr zuvor. 
Erneut reichte ich Beschwerden ein, jedoch dieses Mal ohne Erfolg. Das Tierheim wurde nicht erneut geschlossen, es blieb offen und sämtliche Hunde wurden dort untergebracht. Ich war überwältigt von diesem grausamen Alltag, fühlte mich allein gelassen und versuchte krampfhaft dieses Martyrium zu beenden. Meine verzweifelten Versuche, Hilfe von einer der Organisationen zu erhalten, scheiterten kläglich. Ich begriff, dass diese ihre eigenen Probleme hatten und selbst völlig überfordert mit ihren eigenen Projekten waren. Also traf ich die Entscheidung, mich eigenständig zu engagieren, um somit den schutzlosen Hunden im Tierheim zu helfen. In sozialen Netzwerken traf ich auf Menschen, die meine Gefühle für streunende Hunde widerspiegelten. 
Mir war bewusst, dass all diese Hunde im öffentlichen Tierheim sterben würden, wenn ich ihnen nicht helfe und somit fing ich an, die Hunde und die gesamte grausame Situation über das soziale Netzwerk zu veröffentlichen und zu verbreiten.
Es vergingen viele Monate, in denen ich nicht in der Lage war, den Hunden im Tierheim zu helfen. Ich erhielt vom Bürgermeister der Stadt keinen täglichen Zugang zum Tierheim. Zudem fehlten mir finanzielle Mittel, um ausreichend Nahrung für die Hunde zu besorgen. In dieser Zeit starben sehr viele Hunde an Hunger, Durst und Krankheiten. Diejenigen, die noch lebten, verbrachten ihre Tage und Nächte einsam und völlig verzweifelt in viel zu kleinen, dunklen und kalten Boxen, absolut unfähig sich überhaupt darin bewegen zu können. Niemand wollte diesen Hunden helfen. Verzweiflung und Hilflosigkeit beherrschten meine Gedanken und meine Seele. Ich wollte aufgeben, weil ich mir sicher war, dass niemand den Hunden helfen möchte, geschweige denn einen von ihnen bei sich aufnehmen würde.
Doch am Abend des 08. Juli 2011 erhielt ich eine Nachricht von einer wundervollen Frau aus Finnland, die mir schrieb, dass sie gerne meinem Straßenwelpen Hienunza ein Zuhause geben möchte. Einen Monat später, nach vielen Bedenken, Ängsten und Emotionen, kam Hienunza bei ihrer neuen Familie in Finnland an und wurde dort umgetauft auf dem Namen Hulda, welcher "Prinzessin" auf finnisch bedeutet.
Leider meinte das Schicksal es nicht gut mit Hulda. Sie erhielt die Chance auf ein wunderschönes Leben, doch dies war nur von kurzer Dauer, denn es stellte sich heraus, dass Hulda mit einer Nierenfehlbildung auf die Welt kam. Nun ist Hulda ein Engel, der für alle Ewigkeit in unseren Herzen bleiben wird.

Die Tierschutzorganisation HULDA wurde im September 2013 von mir, Cornelia Stanescu, gegründet, in Erinnerung an Hulda, die uns die Bedeutung von Hoffnung, Gemeinschaft, Liebe und Hingabe für Tiere gelehrt hat. Gemeinsam mit der Unterstützung verschiedener Frauen, die mich vom ersten Tag an tatkräftig unterstützen, wird diese Tierschutzorganisaion geführt. Ich danke euch allen und werde mich immer an eure Unterstützung erinnern!

About Organization

Asociaţia Pentru Protecţia Animalelor HULDA is a non-profit, non-governmental, no-kill, organization that was founded by a small group of dedicated romanian-german people in 2013. After more than two years volunteering in animal rescue, the story quickly became swamped with stray dogs overpopulation and the founders were concerned about the tragedy of dogs life in Rosiori De Vede, Teleorman area, specifically dog life into public shelter and we decide to do much more for animals and so was born HULDA.

Our Mission

We believe that the best way to prevent pet overpopulation, animal cruelty and euthanasia of animals in shelters was to cooperate, learn and help authorities to took the right measure - impose spaying/neutering programs and severely punish the abandon, stop euthanasia, improve shelter dogs's life environment, encourage adoption, as HULDA does today.