Ein kleiner Neubeginn im Tierheim

Wieder mussten wir im Tierheim gegen die Staupe kämpfen. Eine Krankheit, die so heimtükisch ist, dass sie sich im staatlichen Tierheim schon in jeder Ecke ausgebreitet haben kann, bevor wir überhaupt merken, dass sie sich dort eingeschlichen hat. 
Anfang März 2019 traf es uns dann plötzlich wie ein Schlag. Aus verschiedenen Ecken des Tierheims schauten uns die erkrankten Hunde verzweifelt und hilfesuchend an. Unverzüglich haben wir mit den Behandlungen begonnen. Wir haben massenweise Salvacan D (distemper = Staupe), Antibiotika, Vitamine und andere Medikamente verabreicht. Auch die gesunden Hunden mussten wir mitbehandeln, denn niemand wusste, wie agressiv der Staupevirus sein wird, welche Hunde er schon befallen hat und welche noch folgen werden. Da wir immer wieder Impfprojekte in diesem Tierheim durchführen, waren zum Glück viele unserer Hunde vor dem schrecklichen Virus geschützt. Aber natürlich gab es auch wieder ein paar neue Hunde im Tierheim, die noch nicht geimpft waren. Zudem war bei manchen Hunden die letzte Impfung schon einige Zeit her, so dass diese leider auch in Gefahr waren.
Am 25. Februar hatten wir noch ein Impfprojekt im Tierheim durchgeführt. Dieser Tag hat 89 Hunden das Leben gerettet. Im März und April kämpften wir dann wochenlang um unsere erkrankten Schützlinge. Manche konnten wir dank intensiver Behandlung wieder gesund bekommen. Leider mussten wir uns aber auch von ein paar Hunden schweren Herzens verabschieden. Eine schwere Zeit, sowohl für unsere Hunde, als auch für uns. Gott sei Dank haben wir diese jetzt (Ende April 2019) langsam überstanden.
An dieser Stelle möchten wir uns von Herzen bei all unseren  Freunden und Helfern bedanken, die uns in dieser schweren Zeit tatkräftig zur Seite standen. Ihr seid wahre Lebensretter! Ohne euch hätten wir die Staupe nicht besiegen können.
DANKE, dass wir immer auf euch zählen können!